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'Queerness und Tod?!' in Mannheim

 

Hi! Schön, Dich kennenzulernen, und danke für Dein Interesse an meiner Studie!

Ich bin Julia, eine lesbische Forscherin, und vor Kurzem mit meiner Freundin nach Mannheim gezogen. Vor ein paar Jahren habe ich meine Mutter verloren, und nun schreibe ich meine Masterarbeit in Transcultural Studies an der Universität Heidelberg. Darin untersuche ich, wie Queerness die Erfahrungen von Tod, Trauer und Verlust für Menschen in Mannheim beeinflusst.

Für mein Projekt suche ich Menschen, deren Lebensmittelpunkt in Mannheim und Umgebung ist, die bereit sind, ihre Erfahrungen zu teilen – sei es durch das Ausfüllen meiner Umfrage oder in einem persönlichen Gespräch bei einem Kaffee. Es spielt keine Rolle, ob Du queer bist und selbst bereits jemanden verloren hast oder nicht.

Falls Du lieber mit mir sprechen möchtest, statt die Umfrage auszufüllen, schreib mir gerne eine Mail an
na179@stud.uni-heidelberg.de.

Natürlich kannst Du auch beides tun!

Vielen Dank!

 

Beschreibung der Studie "Queerness und Tod?!" in Mannheim

Seneca sagte einst: „Aequat omnis cinis.“ (dt.: Asche macht alle gleich). Doch stimmt das wirklich?

Meine Masterarbeit untersucht Queerness und Tod in der Region Mannheim. Dabei liegt der Fokus auf den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Aspekten, die Erfahrungen von queeren Menschen mit dem Tod beeinflussen und gegebenenfalls weiter verkomplizieren.

Der Tod ist in dieser ethnographischen Studie nicht nur als Endpunkt eines Lebens zu verstehen, sondern als Spiegel gesellschaftlicher Normen und Strukturen. Er zeigt Familiendynamiken und -hierarchien auf, bewegt große wirtschaftliche Interessen, setzt bürokratische Prozesse in Gang, finalisiert Lebensnarrative, und beeinflusst, wer in der Erinnerung weiterlebt – und wer nicht.

Wer darf trauern, erinnern und Entscheidungen für Verstorbene treffen? Für queere Menschen ist der Tod nicht nur eine emotionale Erfahrung – er kann ein bürokratischer und institutioneller Kraftakt sein. Weiterhin werden heteronormative, biologistische Verwandtschaftsgrade  angenommen und privilegiert. Das kann es queeren Partner*innen, Freund*innen und Wahlfamilien erschweren, Erbansprüche geltend zu machen, Bestattungen zu organisieren oder sogar sicherzustellen, dass Verstorbene so erinnert werden, wie sie es sich gewünscht hätten. Besonders an den Schnittstellen mit anderen Diskriminierungsformen kann der ohnehin vorhandene Ausnahmezustand im Auge großer Trauer zu einer Mehrfachbelastung werden.

Angesichts eines erstarkenden gesellschaftlichen Rechtsrucks und dem zunehmenden Einfluss von Parteien, die offen gegen die Rechte queerer Menschen argumentieren und für sogenannte 'traditionelle Familienwerte' eintreten – was auch immer das heißen mag – stellt sich die Frage umso mehr: Ist im Tod wirklich jede*r gleich?

Dies ist eine anonyme Umfrage.

In den Umfrageantworten werden keine persönlichen Informationen über Sie gespeichert, es sei denn, in einer Frage wird explizit danach gefragt.

Wenn Sie für diese Umfrage einen Zugangscode benutzt haben, so können Sie sicher sein, dass der Zugangsschlüssel nicht zusammen mit den Daten abgespeichert wurde. Er wird in einer getrennten Tabelle aufbewahrt und nur aktualisiert, um zu speichern, ob Sie diese Umfrage abgeschlossen haben oder nicht. Es gibt keinen Weg, die Zugangscodes mit den Umfrageergebnissen zusammenzuführen.